Menschen unterstützen Menschen.
Wissen macht den Unterschied!

Unser Leben ist interessant, vielfältig, voll von Lösungen und Herausforderungen die man nicht immer alleine bewältigen kann. Von Zeit zu Zeit kann es hilfreich sein, sich professionelle Unterstüzung zu gönnen, die ein gesundes Weiterkommen leichter macht bzw. erst ermöglicht. Der Markt ist groß, die Angebote sind vielfältig, umfangreich, einander oft widersprechend oder auch ergänzend. Wer sich nicht dauerhaft und professionell damit beschäftigt, hat es nicht leicht durchzublicken und das persönlich Passendste zu wählen.

Dieser Glossar soll eine Hilfestellung sein, für Menschen die bereits Fragen haben und auf der Suche sind nach Antworten. Er soll dabei unterstützen einen Überblick zu bekommen und die richtige Wahl zu treffen.

Er beruht grundsätzlich auf allgemeingültigen bzw. gesetzlich geregelten Definitionen, spiegelt jedoch in den Bereichen, die Auslegungsspielraum und Interpretationsmöglichkeiten zulassen, Werte und systemische Sichtweisen (auf dem OpenSystem Model basierend) der CoachingPartner 4U OG wider.

DAS COACHING

Coaching

Coaching ist ein durch zwei Experten (Coach & Coachee) umgesetzter Prozess, der zur Erreichung eines definierten Zieles dient. COACHEE - Jeder Coachee (Kunde, Klient,..) ist der eigentliche Experte für dessen Leben. In jedem Leben kann es jedoch zu Situationen kommen, in denen eine andere Person mit einem "geschulten" Blick von Außen helfen kann -–  der COACH. Dieser ist Experte für Methoden und die Umsetzung des Prozesses.
Unter einem Coaching-Prozess versteht man mehrere, vertrauliche Gesprächseinheiten in bestimmten Zeitabständen.
EIN BILD DAZU:
Zum grundsätzlichen Verständnis des Themas Coaching wird sehr gerne das Bild einer alten Kutsche inklusive vorgespannter Pferde, Kutscher und Reisendem herangezogen. Der/die Reisende fühlt sich geborgen und gut aufgehoben, sowohl was die Kutsche an sich als vielmehr auch das Verhältnis zu seinem Kutscher anbelangt. Es besteht gegenseitiges Vertrauen und die Konversationen verlassen die Kutsche nicht. Das Ziel muss der/die Reisende vorgeben bzw. herausfinden, der Kutscher selbst ist das Mittel zum Zweck und vertrauensvoller Begleiter. Bezogen auf Coachings ist der „Insasse“ (Coachee) stets der Experte für sein eigenes (Berufs)Leben, diese Expertise kann der „Kutscher“ ihm/ihr niemals abnehmen. Er/sie weiß hingegen sehr gut, was seinem Coachee helfen kann diese Ziele am besten und schnellsten zu erreichen, so sie klar kommuniziert werden.

Coach

Coach – ist eine(e) Experte/in für den Coaching-Prozess. Aufgrund der Ausbildung und menschlicher Reife ist die Person dazu in der Lage den Coachee durch den Prozess zu begleiten. In Österreich gibt es keine gesetzliche Regelung für die Ausbildung von Coaches. Auch der Begriff des Coachings/Coaches ist nicht geschützt. Welcher Coach, sich wie nennt, kann sich durch die geleistete Arbeit ergeben (z.Bsp.: Mentalcoach), sich an der Zielgruppe orientieren (z.Bsp.: Jugendcoach), oder nach einer bestimmten Ausrichtung/Methodik/Menschenbild richten (z.Bsp.: Systemischer Coach).

Coachee

Coachee – ist der Experte für dessen Leben mit individuellen Potenzialen, Ressourcen und Überzeugungen, die aus der Biografie stammen. (Bei Gruppen handelt es sich um eine Gruppe von Experten). Der Begriff Experte kann aus der Sicht von Kunden schon mal verwirren, spiegelt jedoch eine innere Haltung des Coaches wider – Begegnung auf Augenhöhe. Der Coaching-Prozess "gehört" dem Coachee, der Coach unterstützt nach bestem Wissen und Gewissen. Durch die Hilfe des Coaches werden wohlgeformte Ziele definiert, vorhandene Ressourcen genutzt und neue Potenziale kreiert. Hindernisse werden erkannt und aufgelöst.

Erstgespräch / Vorgespräch

Ein Erst-/Vorgespräch kann telefonisch oder bereits in den Praxisräumlichkeiten erfolgen und dient als Klärung der Rahmenbedingungen und der Vermeidung von Missverständnissen.  Erst-/Vorgespräche sind mehr als Smalltalk und stellen eine wichtige Basis für die spätere, erfolgreiche Arbeit dar. Zum Rahmen zählen: Dauer und Anzahl der Einheiten, Kosten, grundsätzliche Herangehensweise (Methoden), Vereinbarung von Verschwiegenheit, etc. ...
Nach Beendigung des Gespräches vereinbaren Coach und Coachee die Zusammenarbeit oder lehnen diese ab.

Das Coachinggespräch

Kein Coaching ohne Ziel!  Das Coachinggespräch folgt einem genau definierten Ablauf und es obliegt der Expertise des Coaches, über welchen Weg und mithilfe welcher Methode er mit seinem Coachee das definierte Ziel für die jeweilige Einheit oder im Gesamtprozess erreichen kann. Der Coach fungiert zwar als Experte für diesen Prozess, es erfolgt jedoch permanent jeder Schritt in Abstimmung mit dem Coachee und die beiden Beteiligten begegnen sich auf Augenhöhe. Eine Einheit ist in der Regel in sich geschlossen. Es kann auch vorkommen, dass man sich in mehreren Einheiten einem Thema widmet. 

Coaching und Ziele

Ein erreichtes Ziel lässt jeden Menschen wachsen. Coaching und Ziele sind engstens miteinander verbunden. Jeder Coachee braucht auch als eine Art Erfolgskontrolle wohlgeformte Ziele, dadurch lassen sich Prozesse und eingesetzte Methoden evaluieren. Der Coach bekommt so auch Feedback für die geleistete Arbeit.

Eines der erstrebenswerten Ziele für eine Coachingeinheit ist das Gefühl sich einen Schritt weiterentwickelt zu haben, etwas mitgenommen zu haben um vielleicht besser zu verstehen oder mit Dingen besser umgehen zu können bzw. ein neues Werkzeug in der Hand zu haben. Am Ende einer Einheit bzw. eines Prozesses kann unabhängig vom speziellen Kontext das Erfahren und Entdecken eines neuen Lebensgefühls stehen.  

Die richtige Person (Coach) finden

Die Basisarbeit im Sinne von „Das Fundament bauen“ schafft die Grundlage für den späteren Erfolg!
Generell gesprochen, stimmt dieser Satz für fast alle Lebensbereiche, insbesondere für ein gutes Coaching ist er sehr entscheidend.

Jeder, der über ein Coaching nachdenkt, und sich auf die Suche nach einem passenden Coach macht, hat mehrere Möglichkeiten:
Finden über das Thema: Welcher Coach ist denn für das Thema bekannt?
Aufschluss darüber geben Erstinformationen, die über eine Website oder Folder gegeben werden.
Empfehlung: Sprechen Sie wenn möglich mit ihren Umfeldern (Freude, Bekannte, Kollegen…) über ihre Situation. Fragen Sie die Menschen denen Sie sich anvertrauen, dann auch ob diese jemanden kennen.
Sehen Sie sich dann die Informationen an und wenn Ihnen das, was Sie sehen gefällt, vereinbaren Sie ein unverbindliches Vorgespräch (telefonisch oder persönlich).
Ganz selten kommt es vor, dass Menschen die ins Coaching kommen, die fachlichen Kompetenzen von Coaches einschätzen können. Was zu diesem Zeitpunkt zählt, ist das gute Gefühl zur Person und zum Umfeld. Am Ende eines Erstgespräches steht die gemeinsame Entscheidung, einen Coaching- Prozess zu beginnen.

Sympathie und der Gesamteindruck spielen bei der Wahl des Coaches eine wichtige Rolle. Es kommt auch vor, dass sich Coachees jemanden wünschen oder jemanden brauchen, der das exakte Gegenteil von ihnen ist, jemanden der eine „Reibungsfläche“ darstellt.
Das Vorgespräch ist damit nicht nur für den Coach wichtig, sondern es bietet dem Coachee eine gute Möglichkeit, alle seine Fragen beantwortet zu bekommen und es hilft ihm bei seiner Entscheidung, ob es sich um den richtigen Coach handelt oder nicht. In der Regel stellt sich auch im Coaching heraus, dass man auf einer beiderseitigen Entscheidung beruhend ein System zwischen Coachee und Coach aufgebaut hat, welches der Zielerreichung dienlich ist. Der Punkt „Ethik“ und wie der Coach dazu steht, spielt auch eine große Rolle in diesem Zusammenhang.
Aus dem Erstgespräch heraus kann der Coachee entscheiden, ob der Mensch der richtige für die Begleitung ist. Eigenverantwortung von Beginn an! Ist man sich unsicher, kann man sicher auch andenken mehrere Erstgespräche mit unterschiedlichen Menschen zu vereinbaren, um Unterschiede, andere Herangehensweisen, persönliche Sympathien und Dergleichen kennenzulernen. Coach ist nicht gleich Coach.

Für wen eignet sich Coaching

Für Unternehmer, welche in einem ersten Schritt via Einzelcoaching zu einer bestimmten Unternehmens- und damit verknüpft Persönlichkeitsentwicklung hingelangen wollen. Für deren Mitarbeiter, die in einem nachgelagerten Schritt ggf. über einem Zeitraum hinweg mitbegleitet werden und ebenso „mitwachsen“ sollen. Gegebenenfalls kann man auch Teams über Teamcoachings miteinbeziehen. Es eignet sich darüber hinaus für Privatpersonen, die bei der Gestaltung ihrer Lebensentwürfe begleitet werden möchten, bekannte Gefühlsreaktionen modifizieren möchten, eingeschliffene Verhaltensweisen ändern wollen, negative Einstellungen überwinden wollen, oder insgesamt mehr Lebensqualität gelangen möchten.

Coachingthemen

Konflikte
"Ich kann mit X nicht mehr auf der Sachebene sprechen oder ich habe die verbale Kommunikation vielleicht zur Gänze eingestellt bzw. nur auf das Nötigste reduziert." (Ehe, Familie, Freunde).
"Immer wenn ich das Eine mache, habe ich ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Anderen..."

Kommunikationsprobleme
"Ich wirke auf andere überrumpelnd, Ich werde nie gehört, wahrgenommen, falsch verstanden, Dinge bleiben unausgesprochen… "        

Neuorientierung
"Jetzt möchte ich den Schritt wagen vs. es fehlt mir noch etwas, dass ich den Schritt mache."    

Managementthemen
Zeitmanagement, Multi-Tasking-Tunnel, Überblicksverlust, „Nein-Sage-Blockade“ Ich fühle mich überladen, nehme aber jeden Auftrag „dankend“ entgegen, mir rennt ständig die Zeit davon, ich mache alles gleichzeitig, ich kann nichts zu Ende bringen

Nachfolge in klein und Mittelbetrieben (Familienbetriebe)
Die „Jungen“ wollen ans Ruder, die „Alten“ lassen nicht los, die Nachfolger streiten, der/die oder eine(r) der Nachfolger ist/sind nicht geeignet.             

Herausfordernde Lebenssituationen
"Mir fehlt immer mehr Energie aufgrund von X/Y, Das Ereignis X/Y hat mir Kraft gekostet und kostet immer noch Kraft." "Ich habe bereits alles versucht, mir fällt nichts mehr ein im Bezug darauf, wie ich die Situation X/Y lösen/ bewältigen könnte."

Resilienz
Stärken stärken um in herausfordernden Situationen widerstandsfähiger zu sein, und aus diesen gestärkt herauszukommen.

"Warum treffe ich immer auf dieselben Leute in meinem Leben, warum passieren mir immer wieder die gleichen Fehler?" Kindheitserfahrungen, Übertragungen, Übernommene Themen von vorhergehenden Generationen, ...

Ziel-/Traumerreichung
"Ich habe immer schon XY machen wollen, das ist schon lange ein Traum von mir, aber irgendetwas hält mich zurück." "Irgendwas in mir lässt mich immer wieder scheitern." "Ich treffe immer die falschen Leute."

Denkblockaden, Erkennen und Ablegen von Mustern, Perspektivenwechsel
"Ich komme immer zu den gleichen Schlüssen/Lösungen, ich bin nicht offen für Neues/Anderes."

 Besserer Ausgleich von Arbeit und Privatleben
"Die ständige, berufliche Erreichbarkeit und der damit einhergehende Leistungsdruck machen mir zu schaffen und wirken sich beruflich und privat aus."    

Burn-out-( und Prävention)
Im besten Fall finden Coachees noch lange bevor es „zu spät ist“ den Weg zum Ziel, mit entsprechender Erkennung der sensiblen Bereiche. 

Wozu Coaching?

Niemand kann/muss alles alleine schaffen. Wir alle sind darauf angewiesen, dass uns andere Menschen unterstützen. Keinem unserer Bekannten, unserer Freunde oder unserer Partner können wir zumuten professionelle Fragen, gepaart mit einer gewissen emotionalen Distanz, zu stellen.

Der Output einer Coachingeinheit spiegelt sich primär auf der persönlichen Ebene des Coachees wider und wird erst in einem zweiten Schritt „außen“ durch das Wirken in den jeweiligen Systemen sichtbar. Es geht beim Coaching somit vorwiegend um den Menschen mit seinen sozialen Kompetenzen und um seine Erfahrungen, Ressourcen und Potenzialen. Der Coach ist dabei Fachmann für die Prozesseinhaltung und seine im Gespräch eingesetzten Methoden. Der Coachee ist für seine beruflichen Themen und Aufgabenbereiche bzw. für seine persönlichen Themen der Fachexperte. Die Zielerreichug im Coaching spiegelt sich vor allem darin wieder, dass ein Prozess im Coachee letztendlich primär zu einem anderen (Lebens-)Gefühl und zu einem geänderten Verhalten führt.

W(D)as bringt ein Coaching

Mit einem Menschen zu sprechen, der eine professionelle Sichtweise auf das aktuelle Thema hat, wirkt erleichternd, motivierend und lässt die gute Hoffnung aufkommen, die Auslösesituation zu meistern. Coachingeinheiten stärken die Mit- und Eigenverantwortung des Coaches in all seinen Systemen.  Vorhandene Ressourcen werden gestärkt und ausgebaut und neue Potenziale können generiert werden, die drn Alltag leichter gelingen lassen. Coachings können manchmal sehr schnell zu Vreänderungen führen, bzw. nachhaltig, mit langfristiger Wirkung zu einer Veränderung im Leben des Coachees beitragen.

ANGRENZENDE BEREICHE ZUM COACHING UND ABGRENZUNG

Consulting

Beim Consulting (consiglio/consigliare - empfehlen) geht es um den aktiven Input eines Consultants aufgrund einer konkreten Fragestellung. Im Fokus steht der Input durch Anweisungen oder Beratungen. Ein Beispiel ist die Leistungen eines Steuerberaters bzw. die Auskünfte eines Buchhalters. Dabei stehen meist Themen im Mittelpunkt, welche wenig eigenen „Lösungsspielraum“ zulassen bzw. bei welchen es wenig Sinn macht, eigene spezielle Lösung in einem zeitaufwändigen Prozess herauszuarbeiten. Consultants sind fachliche Experten in einem speziellen Gebiet.

Energetiker

Im Menschenbild von HumanenergetikerInnen ist es von großer Wichtigkeit, auf körperliches und energetisches Wohlbefinden zu achten. Es gilt daher, Lösungen zu erarbeiten und Verständnis für ein neues Menschenbild zu schaffen. Wir Menschen sind körperliche und bewusste Wesen mit energetischen Strukturen. Damit sind wir eingebunden in unterschiedliche Systeme und angebunden an ein höheres Bewusstsein. Die besonderen Aufgaben von HumanenergetikerInnen sehen diese darin, Menschen mit Energie zu versorgen, ihre Energieblockaden aufzuspüren und aufzulösen sowie die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu unterstützen. HumanenergetikerInnen sehen ihre Arbeit als Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen und energetischen Ausgewogenheit. So unterschiedlich die Menschen und ihre Herausforderungen sind, so vielfältig sind auch die Methoden der Energiearbeit.

Kinesiologie

Kinesiologie ist eine Methode, die mittels Muskelanspannung und –entspannung Unbewusstes ins Bewusstsein rückt bzw. „anzeigt“. Es kann dabei um Gefühle, Muster, Erfahrungen, Glaubenssätze, Ereignisse und Dergleichen gehen, alles was potenziell Einfluss auf die aktuelle Gegenwart haben kann und zu Stress oder schlechten Gefühlen/suboptimalen Leistungen führen kann. Ursprünge der oben genannten Kategorien können biochemischer, emotionaler, psychischer oder familiendynamischer Natur sein. Die Methode kann im Sitzen oder Liegen durchgeführt werden und dauert zwischen 10 Minuten (der Versuch einer Allergie-Desensibilisierung kann beispielsweise im Idealfall sehr rasch funktionieren) und einer Stunde. Der Kinesiologe führt dabei durch den Prozess und sammelt über das „Körpersystem des Kunden“ und dessen Muskelreaktionen Informationen über Stress und Entspanntheit.

Krisenintervention

Das Ziel der Krisenintervention liegt in der Wiedergewinnung der Handlungsfähigkeit und der Unterstützung des Lösungsprozesses. Auslöser einer Krise ist die Kombination aus einem externen, nicht kontrollierbaren Ereignis (Trauma) und einer inneren Blockade, die eine Handlungsunfähigkeit als Ergebnis hat. Die betreute Person wird bei der unmittelbaren Bewältigung der traumatischen Situation begleitet und unterstützt. Weiters ist es ein Anliegen, zur Verfügung stehende soziale Ressourcen gemeinsam mit betroffenen Personen nutzbar zu machen. Es kommt also besonders darauf an, die Bewältigungsmöglichkeiten der Betroffenen wieder herzustellen. Das geschieht durch eine Form von Struktur und Erfassung der aktuellen Situation und über die Ereignisse, die dazu geführt haben.

In Situationen, bei denen der Bedarf einer professionellen, therapeutischen oder psychiatrischen Intervention absehbar ist, wird die Person weitervermittelt.

Lebens- & Sozialberatung / Psychologische Beratung

Die Lebens- und Sozialberatung für Einzelne, Paare und Familien berührt sämtliche Beratungsfelder: Stress, Burnout, Identität, Persönlichkeitsbildung, Steigerung des Selbstwertes, Suchtprobleme, emotionaler Umgang mit Geld, Neuorganisation, Kommunikation, Mobbing, Partnerschaft, Familie, Erziehung, Scheidung, Trennung, Tod und Sterben, Verhaltensmodifikation, Validation, Sexualberatung ... Als Beratungsformen werden Einzelberatung, Gruppenberatung, Supervision oder Mediation eingesetzt.

Psychologische Beratung ist besonders dann sinnvoll, wenn Menschen in schwierigen Situationen stecken bzw. vor schweren Entscheidungen stehen. Psychologische Beratung für Einzelpersonen ist die verbreitetste Art der Beratung, aber auch Paare, Familien, Teams und ganze Gruppen werden von den psychologischen Beraterinnen und -beratern beim Erarbeiten von Lösungen und Veränderungsmöglichkeiten unterstützt.

Die Ausbildung ist gesetzlich geregelt und gilt als abgeschlossene Berufsausbildung, mit dem Schwerpunkt der prakitschen Anwendung von Methoden. Lebens- und Sozialberater dürfen sich psychologische Berater nennen und bei entsprechender Menge absolvierter Praxisstunden erlangen diese die Berechtigung das Gewerbe anzumelden.
Umfassende Auskünfte erteilt die WKO oder die website: lebensberater.at>>

Bundesgesetzblatt
Standesregeln

Mediation

Vom lateinischen Ursprung abgeleitet bedeutet es so viel wie „vermitteln / Vermittlung“. Bei Mediationen geht es immer um den Versuch der außergerichtlichen Beilegung eines Konfliktes zwischen Konflikt-Parteien mithilfe eines Mediators/Vermittlers. Ein Mediator ist für den Prozess der Lösungsfindung zuständig, und zwar ohne Inhaltliches oder Wertendes hinzuzufügen (Allparteilichkeit) . Das haben Mediator und Coach gewissermaßen als Gemeinsamkeit.

Mentoring

Ein Mentor ist eine Person, die einer anderen Person -dem Mentee- in einer neuen Lebenssituation zur Seite steht. Es geht somit um die Einbringung von „Lebenserfahrung“ im aktuellen, gemeinsamen System solange bis sich der Mentee selbst gut zurechtfindet und den Weg selbstständig erfolgreich gehen kann. Ressourcengenerierung und Steigerung des Empowerments durch das Teilen von spezifischem Wissen, Erläuterung von Zusammenhängen innerhalb des System (Systemkultur) und die Unterstützung bei ersten Schritten, die vom Mentee als schwierig empfunden werden, bilden den inhaltlichen Rahmen des Mentoring.

Mentaltraining

Bei einem Training werden grundsätzlich Fähigkeiten vermittelt, und zwar von Personen die fachlich etwas besser könenn als Trainees selber und die methodisch ausgebildet sind. Ein Mentaltrainer vermittelt also Kunden mittels Trainingsmethoden mentale Fähigkeiten.
Kunden erwarten in vielen Fällen von einem „Sparringpartner fürs Mentale“ eine aktive Rolle im Sinne von festigen, verbessern und stärken kombiniert mit den dafür geeigneten Methoden. Das heißt also, dass von einem Mentaltrainer erwartet wird, dass er sowohl motiviert, als auch begleitet im Sinne eines Vorgebens von Zielen und entsprechendem Rahmen und, dass dieser auch überprüfend wirkt. Die Verantwortung über die Quallität der Fähigkeiten liegt beim Mentaltrainer.
Bei Vortragenden (Speaker) wird in der Regel die pure Inhaltsvermittlung auf der Ebene von Überzeugungen (Believes) – im besten Fall auf mitreißende, motivierende Art und Weise – zentral sein, Elemente der Zielüberprüfung bzw. des direkten Begleitens der Anwesenden fehlen dabei naturgemäß.

Psychologen / Psychotherapeuten / Fachärzte für Psychiatrie - Unterscheidungen auf einem Blick

PsychologInnen
Zur Führung der Berufsbezeichnung "Psychologe" oder "Psychologin" ist berechtigt, wer das Universitätsstudium der Psychologie abgeschlossen hat. Innerhalb des Studiums gibt es vielfältige Bereiche (z.B. Klinische Psychologie, Gesundheitspsychologie, Neuropsychologie, Sportpsychologie, Wirtschaftspsychologie, Rechtspsychologie, Schulpsychologie u. v. m.), anhand derer man einen persönlichen Schwerpunkt setzen kann. AbsolventInnen des Psychologiestudiums, die die Zusatzausbildung des Klinischen Psychologen und Gesundheitspsychologen nicht abgeschlossen haben, ist es laut Psychologengesetz nicht erlaubt, selbständig psychisch kranke Menschen zu untersuchen oder zu behandeln.

Klinische PsychologInnen
In Österreich ist die Ausbildung zum Klinischen Psychologen gesetzlich genau geregelt. Diese kann nur von Personen absolviert werden, welche das Universitätsstudium der Psychologie abgeschlossen haben. Die postgraduelle Ausbildung umfasst einen über ca. 1 bis 2 Jahre dauernden theoretischen und praktischen Teil mit begleitender Supervision. Klinische PsychologInnen können in den oben angeführten Bereichen tätig sein; ihre Aufgabengebiete sind im Speziellen die Diagnostik und die Behandlung sowie die Beratung psychischer Störungen.

GesundheitspsychologInnen
Auch die Ausbildung zum Gesundheitspsychologen ist in Österreich gesetzlich genau geregelt; sie kann ebenfalls nur von Personen absolviert werden, welche das Universitätsstudium der Psychologie abgeschlossen haben, und sie umfasst einen über ca. 1 bis 2 Jahre dauernden theoretischen und praktischen Teil mit begleitender Supervision. GesundheitspsychologInnen beschäftigen sich vor allem mit präventiven Ansätzen zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit, der Verhütung von Krankheiten und im Falle einer bereits eingetretenen Erkrankung auch mit deren Behandlung zur Vorbeugung neuerlicher Krankheiten.

Facharzt für Psychiatrie und Neurologie (Psychiater)
Psychiater und Neurologen haben die Facharztausbildung in Psychiatrie und Neurologie absolviert und sind somit Ärzte, die sich auf die Diagnostik und Behandlung von psychischen Störungen und Krankheiten spezialisiert haben. Sie sind für die Behandlung mit Medikamenten und Apparaten sowie anderen Methoden und auch für die Überprüfung der Wirkung und Nebenwirkungen der Medikamente zuständig. Das Ärztegesetz regelt alle Einzelheiten. Manche Psychiater haben zusätzlich eine Psychotherapieausbildung absolviert und sind somit auch als Psychotherapeuten tätig.

PsychotherapeutInnen
Die Rahmenbedingungen der Ausbildung sind ebenso gesetzlich geregelt. Diese Ausbildung ist nicht ausschließlich Akademikern (Psychologen, Ärzten, Pädagogen) zugänglich, auch Sozialarbeiter, Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen, Lehrer und gelegentlich auch andere Berufsgruppen können diese Ausbildung absolvieren.

Psychotherapie ist ein eigenständiges Heilverfahren im Gesundheitsbereich für die Behandlung von psychischen, psychosozialen und psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Das konkrete Ziel einer Psychotherapie ist nicht vorgegeben, sondern wird zu Beginn der Behandlung zwischen PsychotherapeutIn und PatientIn besprochen. Weiters gibt es kein festgelegtes Schema für den Ablauf einer Psychotherapie. Wie sie verläuft, ist abhängig von der jeweiligen Persönlichkeit und vom Miteinander der/des PsychotherapeutIn und der/des PatientIn. Im Zentrum der psychotherapeutischen Arbeit stehen das Gespräch und der Austausch zwischen PsychotherapeutIn und PatientIn.
PsychotherapeutInnen haben ihre Ausbildung nach den Anforderungen des Bundesministeriums in der Regel in einer (in Ausnahmefällen auch in mehreren) therapeutischen Richtung absolviert. Sie sind gesetzlich an diese eine Methode gebunden.

QUELLE: www.psychologin-innsbruck.at

Psychiatrie / Psychiater

„Facharzt für Psychiatrie und psychiatrische Medizin“. Ein solcher ist dazu befugt und befähigt, psychisch kranke Menschen zu behandeln. Es handelt sich dabei um Mediziner(innen), welche ihre Facharztausbildung im Bereich der Psychiatrie absolviert haben und welche sich damit auf die Diagnose und Behandlung von psychischen Störungen und Krankheiten spezialisiert haben. Im Unterschied zu Psychologen ist der Ansatzpunkt aus der Medizin kommend oft ein etwas anderer im Sinne von Erkennungsmethoden einerseits und Behandlungsmethoden auf Basis von Medikamenten andererseits.

Psychotherapie / Psychotherapeut

Die Rahmenbedingungen der Ausbildung sind ebenso gesetzlich geregelt. Diese Ausbildung ist nicht ausschließlich Akademikern (Psychologen, Ärzten, Pädagogen) zugänglich, auch Sozialarbeiter, Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen, Lehrer und gelegentlich auch andere Berufsgruppen können diese Ausbildung absolvieren. Psychotherapie ist ein eigenständiges Heilverfahren im Gesundheitsbereich für die Behandlung von psychischen, psychosozialen und psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Das konkrete Ziel einer Psychotherapie ist nicht vorgegeben, sondern wird zu Beginn der Behandlung zwischen PsychotherapeutIn und PatientIn besprochen. Weiters gibt es kein festgelegtes Schema für den Ablauf einer Psychotherapie. Wie sie verläuft, ist abhängig von der jeweiligen Persönlichkeit und vom Miteinander der/des PsychotherapeutIn und der/des PatientIn. Im Zentrum der psychotherapeutischen Arbeit stehen das Gespräch und der Austausch zwischen PsychotherapeutIn und PatientIn.
PsychotherapeutInnen haben ihre Ausbildung nach den Anforderungen des Bundesministeriums in der Regel in einer (in Ausnahmefällen in mehreren) therapeutischen Richtung absolviert. Sie sind gesetzlich an diese eine Methode gebunden.

QUELLE: www.psychologin-innsbruck.at

Psychologie / Psychologe

Zur Führung der Berufsbezeichnung "Psychologe" oder "Psychologin" ist berechtigt, wer das Universitätsstudium der Psychologie abgeschlossen hat. Innerhalb des Studiums gibt es vielfältige Bereiche (z.B. Klinische Psychologie, Gesundheitspsychologie, Neuropsychologie, Sportpsychologie, Wirtschaftspsychologie, Rechtspsychologie, Schulpsychologie u. v. m.), anhand derer man einen persönlichen Schwerpunkt setzen kann. AbsolventInnen des Psychologiestudiums, die die Zusatzausbildung des Klinischen Psychologen und Gesundheitspsychologen nicht abgeschlossen haben, ist es laut Psychologengesetz nicht erlaubt, selbständig psychisch kranke Menschen zu untersuchen oder zu behandeln.

Supervision

Abgeleitet vom Lateinischen („supervidere“ = darüber schauen, beobachten) ist es ein Prozess, bei dem es darum geht, Qualität im beruflichen Kontext zu gewährleisten, zu sichern und sie durch diesen „Darüber-Schau-Prozess“ zu verbessern.
Kontextabhängig werden als positive Begleiterscheinungen meist die Zufriedenheit, die Motivation und die Zusammenarbeit im Arbeitsumfeld mitverbessert.
Man kann  SUPERvision somit in einem ersten Schritt auch als ein Betrachten VON OBEN (SUPER) verstehen, wo spezielle Herausforderungen und Problemstellungen des Berufslebens in einem Kreis von Menschen objektiv, fachlich kompetent und nach gut erprobten Methoden von außen her betrachtet und nötigenfalls verändert werden. Rollen, Abhängigkeiten, Dynamiken, fachliche Facetten und vieles mehr werden dabei untersucht um Lösungsansätze zu entwickeln.

Supervision kann und darf nur von Lebens-und Sozialberater*innen ausgeübt werden, die über die Voraussetzungen für eine uneingeschränkte Gewerbeberechtigung verfügen. (Davon unabhängig bestehen für die Berechtigung der Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen zur Supervision eigene rechtliche Regelungen). Seit der Klarstellung der Fachgruppe "Personenberatung und Personenbetreuung" handelt es sich somit bei der Supervision grundsätzlich um keinen freien Beruf, sondern um einen dem Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung zuzuordnenden.
Näheres dazu follow LINK to WKO >>

WKO Klarstellung

Training / Trainer

TrainerInnen ermöglichen Lernprozesse. Sie errichten Lernräume, in denen sie lernbereite und -interessierte Personen anleiten, begleiten, und ihnen helfen, Lernerfahrungen zu machen. Daneben bleibt die klassische Wissensvermittlung als wichtiger Bestandteil des methodisch-didaktischen Konzepts eines Trainers bzw. einer TrainerIn erhalten.
Das Berufsbild von TrainerInnen hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Aufgrund der Vielfalt an verschiedenen Tätigkeiten kann von keiner einheitlichen oder gar geschützten Berufsbezeichnung gesprochen werden. Das Portal www.training.at zitiert: "Training ist die gezielte Übung geistiger, psychischer, sozialer, körperlicher oder sonstiger Fähigkeiten und Fertigkeiten." Training bedeutet also, neues Wissen zu vermitteln und neue Fähigkeiten und Verhaltensweisen einzuüben. Es folgt einem festgelegten Ziel und ist auf ein didaktisches Konzept aufgebaut.

TrainerInnen arbeiten heute unter anderem in diesen unterschiedlichsten Kontexten: FachtrainerIn (EDV, Sprachen, Technik, Recht, Betriebswirtschaft usw.) / LerntrainerIn / BerufsorientierungstrainerIn / AMS-TrainerIn / WirtschaftstrainerIn / PersönlichkeitstrainerIn / VerhaltenstrainerIn, ...

Unternehmensberatung

Im Mittelpunkt einer solchen steht primär ein Austausch bzw. Dialog zu bestimmten Fachthemen. Der Berater kann zwar punktuell seine Fachexpertise ähnlich eines Consultants einbringen, es geht aber viel öfter um den Austausch und ein „Über-Dinge-Sprechen“ im Sinne von einer gemeinsamen, synergetischen Lösungserarbeitung. Die Kompetenz in fachlichen Themen aktiv anzuweisen ist grundsätzlich seitens des Beraters gegeben und darf auch eingesetzt werden wenn erforderlich, der Fokus liegt aber am Dialog. Ebenso ist es möglich, dass in bestimmten Phasen des Austausches im Zuge einer Unternehmensberatung auch Coaching erforderlich ist bzw. eingesetzt wird. Auch das ist nicht die Hauptaufgabe von Unternehmensberatung, kann aber notwendig sein.

Die  Tätigkeit  der Unternehmensberaterinnen  und –berater besteht  in der umfassenden Analyse bzw. in der systemischen Diagnose (by: CoachingPartner / rootconsulting) von Organisationen oder ihres Umfeldes, der Entwicklung von Lösungsansätzen und deren allfällige Umsetzung durch Beratung, Ausführung und Intervention sowie in der Steuerung von Beratungs-und Kommunikationsprozessen  innerhalb von Organisationen.
Nähere bzw. weiterführende Angaben: wko.at>>

SAMMLUNG VON BEGRIFFEN

Affirmation

Affirmationen stellen neue und aktiv erschaffene Glaubenssätze (siehe dazu unten) dar, welche in Form eines mentalen Selbstcoachings angewandt werden können. Es sind kurze, prägnante, und positiv formulierte Aussagen zu aktuellen Themen/Situationen, welche man sich – in welcher Form auch immer und in welcher Häufigkeit auch immer – „vor Augen führt“. Der Formulierung kommt besondere Bedeutung zu, da man sein Unterbewusstsein bei falscher Formulierung auch sehr schnell insofern aktivieren kann, als es kontraproduktiven Einfluss nimmt (iSv Wirklichkeitsnähe und auch Schritt- für - Schritt-Formulierungen).
MEHR: Die Affirmation ist somit eine wertende Eigenschaft für prozedurale, kognitive oder logische Entitäten, die mit Bejahung, Zustimmung, positiver Wertung oder Zuordnung beschrieben werden kann. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet Affirmation, dass eine Aussage, Situation oder Handlung positiv bewertet wird. Es wurde festgestellt, dass Affirmationen sich nachweislich im Gehirn auswirken und es einen Effekt auf das Belohnungszentrum gibt. Weiters weiß man, dass positive Gedanken auch entsprechend beeinflussen können. Neurologisch betrachtet unterscheidet unser Gehirn auch nicht zwischen Vorstellung und Realität, was in diesem Zusammenhang unterstützend wirkt.

Afformation

Technik der positiven Selbstbeeinflussung mittels Fragen an sich selbst. Diese Warum-Fragen sollen positiv formuliert sein, sie regen bewiesenermaßen den Verstand an und führen zu lösungsorientierten Ansätzen und Antworten.  Einerseits wird das Unterbewusstsein mittels Warum-Fragen nicht nur angeregt sondern aktiviert und andererseits lösen (bei ernsthafter Intention der Anwendung) bereits unbeantwortete Warum-Fragen über dieses Unterbewusstsein Prozesse in uns aus (neue Denkmuster als sichtbare, neuronale Verbindungen im EEG ).
Bsp.: Warum gelingt es mir so leicht, mein gestecktes Ziel zu erreichen? Warum gelingt es mir mit Freude durch den Tag zu gehen?
Die Frage "WARUM" ist ansonsten im systemishen Coaching ein "no go".

Anerkennung

Anerkennung ist eine persönliche Reaktion auf eine von einem anderen Menschen erbrachte Leistung. Dabei versteht sich Leistung als Arbeit, die man in einer bestimmten Zeit vollbringt.
In diesem Zusammenhang gibt es jeweils die Empfängerseite mit ihren Empfangsantennen, demgegenüber steht der Sender. Auch sämtliche Antennen des Senders müssen funktionieren um überhaupt Leistung zu erkennen und auf diese reagieren zu können. Das Prinzip der Leistungsanerkennung zu achten und zu leben kann sehr viel Energie freisetzen, welche bei Missachtung im Verborgenen bleibt. 
Systemische Grundsätze:
> Leistung muss anerkannt werden.
> Anerkennung muss genommen werden.

Aufstellungsarbeit

Sie ist eine systemische Visualisierungstechnik. Aufstellen lässt sich dabei vieles auf unterschiedliche Arten und Weisen. Ein sehr bekanntes Beispiel ist die Familienaufstellung als Spezialform der Aufstellungsarbeit. Dabei wird  in der Regel auf Menschen, welche als Stellvertreter fungieren (freiwilligte "Statisten"), zurückgegriffen. Das wiederum zieht Einflussgrößen mit sich, die eine fundierte Ausbildung der Person welche die Aufstellungsleitung inne hat, erfordern. Es gibt also ein Person die eine bestimmte Frage hat (Klient, Kunde), dessen System wird auf die Frage bezogen aufgestellt. Dann gibt es die Aufstellungsleitung, die auf den Prozess achtet, und die diesen mittels Fragen und ritualisierten Handlungen anleitet. Die "systemischen" Hindernissse bezogen auf die Fragestellung können somit gelöst werden.
Grundsätzlich kann man das auch abstrahieren und die Aufstellung mit Hilfe von Figuren auf einem Systembrett vornehmen. In Einzelcoachings kann man sich ggf dieser Methode bedienen und sehr gut und anschaulich an Themen arbeiten, Zusammenhänge erkennen und zu neuen Erkenntnissen gelangen. Dabei lassen sich gerade systemische Zusammenhänge – also die Beziehungen von Personen und deren Zusammen-und Wechselwirkungen – sehr schön darstellen (siehe auch unter „Systemisches Coaching“).

MEHR: Die generelle, innere Haltung des Aufstellungsleiters/Leiterin muss die systemische Haltung des "anerekennen was ist" sein. Aus jedem System heraus ergeben sich eigene Spezialitäten, die es in einem ersten Schritt nur aufzuzeigen und erkennbar zu machen gilt. Systemische Fragestellungen helfen dabei, "No-Go´s" wären beispielsweise direkte Beratungen, offene Interpretationen bzw. alles, was dem "anerkennen was ist" entgegensteht.
Der Themenkreis reicht dabei von klassischen Aufstellungen, in welchen das Familiensystem einer Person mit all seinen "Verstrickungen" und Spezialitäten dargestellt wird, bis über berufliche Themen oder auch Themen, wo es um nicht-menschliche Zusammenhänge geht. Aufstellbar sind prinzipiell jegliche reellen Systeme und auch abstakte (Denk) Systeme.
Von besonderer Bedeutung ist es, dass die Aufsteller/innen eine spezielle Ausbildung in Verbindung mit viel Erfahrung aufweisen können, um eine Aufstellung professionell begleiten zu können. Die Repräsentaten können freiwillige Personen ohne spezielle Vorkenntnisse sein, die oben beschriebenen Aufsteller können diese in der Regel sehr gut in ihre Rollen und (meist sehr einfachen to do´s) einführen und sie daraus auch wieder professionell "entlassen". In der Regel gibt es bei Ausfstellungen auch Zuschauer. Sie sind Teil des "Teams des Aufstellungsleiters", auch wenn ihre aktive Bedeutung während der Aufstellung normalerweise klein ist.
Zweck professioneller Aufstellungen ist meist das Sichtbarwerden von bestimmten "Verstrickungen", welche mit geeigneten Techniken "aufgelöst" werden. Das bloße Sichtbarwerden ohne entsprechende Begleitung in die "Auflösung" bzw beispielsweise eine Verschlechterung der Situation - bei welcher der oben beschriebenen Mitwirkenden Parteien auch immer - ist absolut kein Ziel. Genau aus diesem Grund sollte die Wahl des Aufstellers auch sehr überlegt und anhand der oben kurz dargelegten Kriterien getroffen werden!

Burnout

- auch Burnout-Syndrom, (aus dem Englischen "burn out" für "ausbrennen") ist ein Oberbegriff für bestimmte Arten von Krisen, die vor allem als Reaktion auf fehlenden Sinn bzw. nicht erkannten Zweck des eigenen Tuns auftreten. Ganz einfach gehalten kann man von einer massiven „Sinnkrise“ sprechen. Diese kann sich im Falle eines bereits sehr vorangeschrittenen  Krankheitsverlaufs  in einem Zustand auswirken, in dem der/die Betroffene handlungsunfähig, antriebslos, depressiv und sogar suizidgefährdet ist. Burnout läuft in mehreren Phasen ab, die Phasen sind sehr klar definiert.
Die Krankheit findet sich neuerdings, wenn auch in sehr einschränkender Form ausschließlich auf die Berufswelt bezogen, in der internationalen Klassifikation von Krankheiten (ICD 11 der WHO, siehe unten).
Sowohl der Begriff des Burn-outs selbst als auch das häufig im gleichen Atemzug verwendete Wort Stress (siehe unten) wird aktuell sehr inflationär verwendet.
Burn-out geht mit emotionaler Erschöpfung, einem Gefühl von Überforderung sowie reduzierter Leistungszufriedenheit einher.
Häufige Begleitauslöser – die Sinnfrage steht stets im Mittelpunkt - , welche in letzter Konsequenz zu  Burn-out führen können, sind etwa empfundener Leistungs-und Termindruck, Geldnöte, empfundene Überforderung bzw. auch Überforderung durch Unterforderung, Perfektionismusdrang, Konflikte, Lärm und vieles mehr.
Burn-out Betroffene müssen einerseits psychisch als auch physisch professionell betreut werden, zusätzlich dazu können Coachings angedacht werden, nicht jedoch alternativ.
Der Burn-out Prävention kommt aus unserer Sicht große Bedeutung zu. In einem Umfeld immer wachsender potenzieller „Stressoren“, gilt es für jeden einzelnen auf Basis von Eigenverantwortung, Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung „schlechte“ Signale in diesem Kontext zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern. Mithilfe geeigneter Methoden im Coaching soll gegebenenfalls der Weg hin zu einer verbesserten Lebenssituation gelingen, eine Situation wo der Ausgleich zwischen den verschiedensten Anforderungen gelingt und so mehr Lebensfreude, Energie und Spaß bringt (siehe auch unter „Glück“).

Business Coaching

Diese Form des Coachings unterscheidet sich aus unserer Sicht ausschließlich über die Wahl der Coachingthemen. Dazu sollte jedoch nochmals festgehalten werden, dass private Themen sehr oft in die „Business-Themen“ hineinspielen und umgekehrt und somit nicht streng davon getrennt werden können. So können  zum Beispiel Probleme mit Vorgesetzten und/oder älteren Personen im beruflichen Umfeld, stellvertretend für ungelöste Themen mit Eltern oder älteren Geschwistern stehen. Eine wirtschaftliche Vorbildung des Coaches ist  nicht zwingend notwendig. Der Coach ist für den Prozess der Entwicklung der gecoachten Person verantwortlich und nicht für deren Fachwissen (vgl. Training).  nachdem auch der Coach nicht dafür verantwortlich ist sein Fachwissen einzubringen. Punktuell kann es jedoch im Gesprächsverlauf hilfreich sein, und zwar sowohl aus Coachee-Sicht, als auch aus Sicht des Coaches selbst. Eine gemeinsame Sprache zu verwenden (beispielsweise über wirtschaftliche Fachbegriffe) kann jedoch sehr hilfreich sein für den Prozess, weil der Coachee sich besser in seiner Welt abgeholt fühlt.

Changemanagement

Eine eigens entwickelte „Wissenschaftsrichtung“ für Unternehmen, welche sich im Zuge von schnell wachsenden Wirtschaftssystemen und deren immer rascher werdenden Anpassungsbedarf entwickelt hat. Es geht dabei rund um das „Begleiten“ von Veränderungsprozessen im unternehmerischen Kontext und allem, was das mit sich bringt. Am (vorläufigen) Ende steht dabei eine vollzogene Veränderung, welche – gut durchgeführt – in der Regel auch eine Verbesserung mit sich bringt und bei systremisch orientierter Arbeit weit über die eigentliche Arbeit hinaus gehen kann.

Dilemma

Hierbei geht es um eine Situation, in welcher es der Wortherkunft nach zwei Optionen gibt, zwischen welchen ausgewählt werden muss/kann/soll. Vergleichbar ist das mit einer räumlichen Situation bei einer Weggabelung oder vor zwei Türen, die in zwei Räume führen. Es geht dabei  vor allem um die scheinbare Gleichwertigkeit der Optionen und die daraus entstehende innere Konfliktsituation. Dabei kann es sowohl um Situationen gehen, in denen alle Optionen subjektiv gleichermaßen als „keine guten Wahlmöglichkeiten“ empfunden werden, als auch um solche, die gleichermaßen „gut“ empfunden werden. Hier gilt es den Konflikt mit entsprechenden Methoden aufzulösen und es auch zu schaffen, diesen auf eine objektive Ebene zu heben.
Ergibt sich aus diesem scheinbaren Dilemma eine weitere Variante, so können neue Lösungen entstehen.

Entstressung

Es gibt im Coaching die Entstressung im engeren Sinn: Das sind Methoden, wo der Coachee in einem momentan aufgetretenen Gefühl des Stresses direkt entstresst wird. Die  progressive Muskelentspannung nach Jacobson (siehe unten), die Augenbewegungsmethode (zB Eye Movement Integration, siehe unten) und andere sind Beispiele dafür.
MEHR: Geht man rein nach dem Wort, so ist für die Anwendung der Methode erst einmal „Stressempfinden“ eine Voraussetzung weil man den momentanen (kurzfristigen oder dauerhaften) Stress loswerden möchte. Etwas ungenau verwendet oder gelesen kann man auch Methoden subsummieren, welche den Stress erst gar nicht „aufkommen“ lassen. Gemeint sind dann eher „Stressvermeidungsmethoden“ oder „Entspannungstechniken“. Optimalerweise lässt man es natürlich gar nicht bis zum „Stressausbruch“ kommen.

Ethik

Aus dem Griechischen ("das sittliche Grundverständnis", weiters auuch "Charakter", "Sinnesart").  Die Ethik gibt grundsätzlich Verhaltensweisen und Richtlinien vor. Aus unserer Sicht hängt die Ethik des Coaches mit seiner inneren Haltung zusammen womit das klare Bekenntnis zu ehtischer Verhaltensweise genau daraus entspringt.
Um hier wieder unser „Coaching-Bild“ mit der Kutsche, den Pferden, dem Kutscher und dem Fahrgast zu bedienen (siehe unter Coaching), so ist es von wichtiger Bedeutung im Coaching, einen Raum des Vertrauens zu schaffen bzw. vorzufinden. Bildlich ist es die Kutsche und das Verhältnis zwischen den beiden Personen, im Coaching wird dieser Vertrauensraum in einem ersten Schritt formell über die Berufsethik geschaffen, „Spielregeln“ also an die sich in erster Linie der Coach ganz genau zu halten hat. Die Verschwiegenheit, der Respekt für das Gegenüber und eine Achtsame Haltung gegenüber Menschen sind nur einige der Eckpfeiler.

Flow

Der Psychologe Prof. MihályCsíkszentmihályi beschrieb 1975 das Phänomen des Spielens als „Flow-Zustand “, der mittig zwischen Überforderung (Angst, Druck) und Unterforderung (Langeweile, Apathie) entsteht. Beim Flow liegt der Anreiz nicht im Ergebnis, sondern in der Tätigkeit selbst. Es macht einfach Spaß, was wir tun.
Beim Spielen entsteht dieser Flow, der sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

Die Tätigkeit selbst beinhaltet die Zielsetzung (Autotelie).
Es finden unmittelbare Rückmeldungen statt.
Die Konzentrationsfähigkeit steigt.
Das Verhältnis der Anforderungen und Fähigkeiten ist zunehmend ausgewogen.
Weiterhin entstehen sog. Erlebnisse:
Die Aktivitäten erzeugen keine Mühe.
Persönliche Sorgen verschwinden.
Die Zeitabläufe relativieren sich.

Oft sind wir im Flow ohne es bewusst zu merken. Stimulierende Tätigkeiten, welche unsere Aufmerksamkeit vollständig in Anspruch nehmen, bringen uns fast immer in diesen Zustand.
Angst, Ungeduld und ein übertriebener Ehrgeiz können das Eintauchen in den Flow-Zustand verhindern.

QUELLE: CoachLetter, Von Frank H. Sauer, Juli 2014, Ausgabe 10

Glaubenssätze / Überzeugungen

Sind oft nicht bewusst wahrgenommene „Überzeugungen“, „Handlungsanleitungen“ und „Lebenseinstellungen“, welche einen Großteil unseres Handelns und unserer täglichen Entscheidungen beeinflussen. Glaubenssätze geben dir selbstverständlich „Halt“ und wirken sich situationsabhängig mitunter positiv aus, sie  können aber umgekehrt in anderen Situationen und Umfeldern auch einschränkend wirken. Ein Sich-dessen-bewusst-Werden ist ein bedeutender Schritt. Auch Glaubenssätze, die nicht in vollem Ernst und vielleicht sarkastisch ausgesprochen sind, beeinflussen (oft) trotzdem unbewusst die Einstellungen und Handlungsweisen desjenigen, bei dem sie sprachlich zum Ausdruck kommen!

Glück

Die Glücksforschung ist eine relativ neue Wissenschaftsrichtung, welche aber in der heutigen Zeit nicht unbedeutend ist. Es gibt keine allgemeingültige Definition von Glück, jedoch kommt aus Forschungen heraus, was Parameter sind, die sehr eng mit Glücksgefühlen in Zusammenhang stehen. Dabei gibt es eine „biologische Ebene“ (zB die Ausschüttung von Serotonin als „Glückshormon“) welche mit der Gefühlsebene als auslösendem Faktor sehr eng in Verbindung steht.
„Glückliche Leute haben Zeit für Familie und Freunde, sind optimistisch, sind physisch aktiv, leben im Hier und Jetzt und können das Leben genießen“, so eine der Kernaussagen der Forscherin Santos von der Universität Yale.
Eine der Kernaussagen dieser Forschungen ist es auch, dass Glück in weitaus größerem Maß als bisher angenommen oder vorstellbar von jedem selbst steuerbar bzw. beeinflussbar ist, auch wenn die Barriere für Glücksempfinden genetisch bedingt unterschiedlich hoch liegt.

Aktuell wird der Begriff Glück gesellschaftlich sehr oft im Zusammenhang mit dem Eintreten bzw mit dem Bestehen eines subjektiv als schön oder erstrebenswert erachteten Ereignisses verwendet. Zwischen den Zeilen schwingt mitunter sogar eine Zufälligkeit bzw. ein Umstand mit, der „ohne sichtliches Zutun einer Person“ eingetreten ist. Im ersten Fall ist möglicherweise jedoch eher etwas wie „Zufriedenheit“ bzw. „Dankbarkeit“ gemeint, im zweiten wohl eher ein gesellschaftlich vorwiegend als „Glück im eigentlichen Sinne“ bezeichneter Umstand.
Dem Wortstamm nach, kommt „Glück“ jedoch von „GELUCKE“ bzw. „G(e)lücke“, was das „Gelingen“ eines Vorhabens bezeichnet. Es ging um den ein positives „Ausgehen, Enden“, das „Schicksalhafte“ hat sich dem Wortsinn erst viel später entwickelt.
Aus systemischer Sicht gelingt „ES“ wenn wir Prinzipien einhalten bzw. umsetzen, bzw nicht verletzen. Das Ergebnis ist eine Durchgängigkeit ein ungestörter Energiefluss der entsprechende Ergebnisse nach sich zieht – also etwas das Gelungen ist. „Glück“ in diesem Wortsinn existiert somit nicht als zufälliger Einfluss.
Um Verletzungen bzw. die Undurchlässigkeit des Energieflusses aufzuspüren, gibt es unterschiedliche Methoden und Zugänge. Aus systemischer Sicht ist das die „systemische Diagnose.“

ICD 10 / 11 - International Classification of Disease - Version 10 / 11

Internationale Klassifizierung von Krankheiten (in ihrer 11. Auflage) welche von der Weltgesundheitsorganisation erarbeitet wurde. Diese Version ist aufgrund ihrer Aktualität online noch nicht auf Deutsch verfügbar, die 10. Version jedoch schon (https://www.icd-code.de/).
icd.who.int/en

Intervention

Intervention leitet sich ab aus den Worten „inter & venire“ ab und bedeutet soviel wie „zwischen &(kommen) treten“ bzw. „sich einschalten“. Es handelt sich dabei aus unserer Sicht um zwei Aspekte: auf der ersten Ebene ist es jegliche Art des In-Kontakt-Tretens ZWISCHEN Coach und Coachee. Was also besteht zwischen ihnen, denn das bereits kann vom Coach als Intervention gedeutet und weiterverwendet werden. Im weiteren Sinn ist die Intervention auf einer „zweiten Ebene“ das, was gezielt vom Coach eingesetzt wird um vom aktuellen zum Zielzustand zu gelangen. Was also wird in dieser Hinsicht ZWISCHEN diese beiden Zustände gebracht. Die Trennlinie zwischen „Interventionen“ &  „Methoden“ strikt zu ziehen ist für alle Beteiligten sehr hilfreich und für die Sicherheit gebenden Struktur eines professionellen Coachings unabdingbar.

Oft wird aber ein fließender Übergang erlebt. Ein professioneller,  gut ausgebildeter Coach braucht eine stabile und klare innere Haltung zum Thema Intervention, Einsatz von Methoden und  strukturierter, zielorientierter Arbeit für Menschen, die Unterstützung brauchen.

 Eine Variation frei nach Watzlawik: Wir können als Coach nicht „Nichtintervenieren“

Konfliktmanagement

Der Umgang mit Differenzen zwischen zwei oder mehreren Personen. Bildlich gesehen geht es darum, dass in beruflichen und privaten Kontexten Teams wünschenswerterweise das Seil immer in die gleiche Grundrichtung ziehen sollen.

Die Wurzel vieler Konflikte liegt meist versteckt hinter anderen Themen, die man gemeinsam mit dem Coach herausarbeiten kann. Daraus folgt, dass aus unserer Sicht bei der Bearbeitung solcher Konflikte Folgendes sinnvoll ist: Anstatt entgegen vieler „klassischer Ansätze“ Energie in die Bearbeitung der beschriebenen Symptome zu lenken, sollte viel mehr mit einer systemischen Diagnosebrille auf die Ursachen und Herkunftsbereiche dieser „Warnlichter“ hingeblickt werden.

Kommunikation

Jegliche Art von Interaktion zwischen Lebewesen. In der Literatur werden zwei Kommunikationsebenen unterschieden, nämlich die verbale und die nonverbale Kommunikation beim Menschen. Jede dieser beiden Ebenen hat nochmals eine bewusste oder unbewusste Komponente. Kommunikation ist in der Natur der Sache liegend sehr komplex und die letztgenannten beiden Ebenen bringen zusätzliche Erschwernisse mit sich. Im sozialen Zusammenleben und in Beziehungssystemen jeder Art ist die Kommunikation von großer Bedeutung. Daher führen Kommunikationsprobleme bzw. –störungen immer wieder zu erheblichen Herausforderungen, sowohl im beruflichen als auch im privaten Kotext. Die Kunst in der Kommunikation ist es, die unweigerlich auftretenden Missverständnisse bestmöglich zu vermeiden.
Hilfreich ist die Idee:  SAY WHAT YOU MEAN - MEAN WHAT YOU SAY.

Krise

Als Krise wird eine, als zeitlich begrenzte, von Schuldgefühlen, Angst, Panik, Hilflosigkeit und ähnlichen Gefühlen begleitete Lebenssituation bezeichnet. Sie kann als "Weggabelung" gesehen werden, welche Chancen und Risiken in sich birgt: Positiverweise kann sie zu einer Entwicklung hin zu veränderten, neuen Lebens-und Verhaltensweisen führen, sie kann jedoch auch zu einer negativen Entwicklung wie Depression oder Suizid führen. Hauptsächliches Kennzeichen eine Krise ist eine Handlungsunfähigkeit. Betroffene schaffen es nicht deren Alltag konstruktiv zu gestalten, und verfallen oft in, für sie unnatürliche Denk und Handlungsweisen.
Manche Entwicklungsmodelle (siehe zB. Erikson 1973) sehen Krisen (als Entwicklungsstufen und -chancen) sogar als systemimmanent an.

logische Ebenen / logical values

Wie jedes "Lebendige" ist auch unser Denken und Erleben der Welt, die uns umgibt, organisiert. Im Modell der logischen Ebenen wird auf die "Organisiertheit" unseres Denkens/Gehirn Bezug genommen. Die logischen Ebenen sind hierarchisch gegliederte Ebenen des Denkens, die sich wechselseitig beeinflussen: Zugehörigkeit, Identität, Werte, Glaubenssätze, Fähigkeiten, Verhalten, Umwelt. Die Funktion jeder Ebene ist es, die Information auf der darunterliegenden Ebene zu organisieren. Veränderungen auf einer höheren Ebene haben notwendigerweise auch Veränderungen auf darunterliegenden Ebenen zur Folge. Eine Änderung auf einer der unteren Ebenen kann, muss aber nicht, die darüber liegenden Ebenen beeinflussen. Im systemischen Coaching wie wir es verstehen, ist die Arbeit mit diesen Ebenen unerlässlich um dauerhaft und tiefgreifend, passende Veränderungen zu bewirken. Ein Grundsatz lautet (vgl. A. Einstein): "Lösungsebenen sind immer mindestens eine Ebene höher als die Problemebene." Bsp.: Wenn es darum geht bestimmte Fähigkeiten erfolgreich einzusetzen, so ist in vielen Fällen ein einschränkender Glaubenssatz (darüber befindliche Ebene) dafür verantwortlich, dass eine Person hier nicht weiter kommt.
Die Ebenen werden schon länger erforscht, erst in den 1980-igern ist durch die Arbeit von Robert Dilts (bezugnehmend auf Gregory Bateson & Bertrand Russell) eine intensivere Umsetzung begonnen worden. Im unternehmerischen, systemischen Kontext finden die Ebenen im OpenSystem Model(R) Beachtung und Umsetzung.

Methoden

Die Methode ist das Werkzeug, mit dem der Coachee bei der Erreichung seines Zieles unterstützt wird. Sie leitet im besten Fall den ersten Schritt von der Ist-Situation hin zur Soll-Situation (Ziel) ein. Während eines Coachings können verschiedene Methoden zur Anwendung kommen. Welche aus Sicht des Coaches Sinn machen, hängt nicht zuletzt vom Coachee selbst ab. Manchmal reichen bereits sehr einfache Dinge, um die geplante Zielerreichung bestmöglich zu unterstützen. In anderen Fällen müssen die eingesetzten Methoden etwas spezieller werden.

Von rein verbalen Methoden mittels Fragetechniken, über Übungen zum Perspektivenwechsel bis hin zu Entstressungs-Entspannungs- bzw. Konzentrationsübungen ist der „Werkzeugkoffer“ eines Coaches mit entsprechenden Tools gefüllt.

Dabei gibt es viele Dinge, die schnell und einfach angewandt werden können und dabei auch noch meist effektvolle Ergebnisse erzielen. Kreativität, Humor, Offenheit oder andere Eigenschaften können vorgeben, welche Methode für welchen Coachee die passende ist. Manche Coachees arbeiten gerne „praktisch“ mit einem „Systembrett“, für andere mögen wiederum die vielen Visualisierungsmethoden ungeeignet erscheinen.

Ein Teilausschnitt befasst sich beispielweise mit sogenannten „gestalterischen“ Methoden. Dabei ist „gestalterisch“ in Bezug auf den Coachee, mit welchem die Methode angewandt wird, zu verstehen. Gemeint ist damit, dass dem Coachee letztendlich „Gestalt gegeben“ werden soll, indem unbewusste Verhaltensweisen und Kräfte bewusst gemacht werden.

NLP - Neurolinguistisches Programmieren

Grundsätzlich geht es bei der Neurolinguistischen Programmierung darum,  Vorgänge im Gehirn (= Neuro) mit Hilfe der Sprache (= linguistisch) auf Basis systematischer Handlungsanweisungen zu ändern (= Programmieren), nachdem dieses Modell davon ausgeht, dass sie so auch änderbar sind („NLP-Veränderungsarbeit“, Erlebtes „umerleben“ und damit andere Schlussfolgerungen ziehen).

NLP UND DER VORWURF DER MANIPULATION
Dazu eine kurze Vorstellung von einem Bild, welches an eine Wand gehängt werden soll: Die Neurolinguistische Programmierung ist ein Werkzeug zur Zielerreichung, genauso wie es ein Hammer beim Aufhängen eines Bildes ist. Das Bild und der Nagel sind isoliert bzw. in Kombination zu wenig, mit Hilfe des Werkzeuges wird der Wunschzustand erreichbar. So wie man den Hammer falsch verwenden kann, kann man NLP als Werkzeug auch „unsachgemäß“ verwenden. Bei der Neurolinguistischen Programmierung geht es nicht um Manipulation von Menschen. Sie ist weder als Wissenschaft noch als eine Form der Psychotherapie, sondern als ein Modell menschlichen Lernens und menschlicher Kommunikation anzusehen. Gezielt und bewusst so eingesetzt, hat NLP das gleiche Potenzial manipulativ angewendet zu werden zu sein, wie es viele andere Methoden und Möglichkeiten im täglichen Leben werden können / sein können.
DAS WERKZEUG IST IMMER NUR DAS WERKZEUG. MANIPULATIV SIND DIE ANWENDER DES WERKZEUGES!

Es geht um das gezielte und kontrollierte Ablaufen von Lernprozessen (großteils Veränderungsprozesse). Neue Erfahrungen werden in vorhandene Erfahrungen eingebaut (klassisches Lernen), es werden vielleicht vorhandene Erfahrungen über Nachdenkprozesse umgebaut bzw. können vorher getrennte Erfahrungen miteinander verknüpft werden.  Die Begründer der NLP wollten herausfinden, was die drei erfolgreichsten amerikanischen Therapeuten zu ihrer Zeit, von den restlichen unterschied. Sie fanden durch systematische Beobachtungen heraus, dass ganz bestimmte Kommunikationsmuster und Vorgehensweisen den Schlüssel zum Erfolg bringen können. In der Folge bewährte sich NLP nicht nur als System für Therapieformen, sondern auch als allgemeines Lernsystem. Die Einfachheit und die Geschwindigkeit der beobachteten Lernerfolge trugen dazu bei, dass sich die darauf basierenden Lernstrategien auch im Bereich der beruflichen Weiterbildung durchsetzten. (siehe auch. Der Zauberlehrling: Das NLP – lern-und Übungsbuch, Alexa Mohl)
beispielsweise https://de.wikipedia.org/wiki/Neuro-Linguistisches_Programmieren

Open System Model - OSM

Dieses von Kambiz Poostchi entwickelte und in seinem Buch „Der Sinn für das Ganze“ beschriebene Modell für systemisches Denken und Handeln,  kann als universeller,  effektiv und effizient  anwendbarer Leitfaden für soziale Systeme verstanden werden.

Lösungen für heute brauchen das Denken von morgen.  Herangehens- und Sichtweisen vor allem im Menschenbild werden in Zusammenhänge gebracht, die sowohl im privaten aber auch im beruflichen Umfeld anwendbar sind. Ein zentraler Bereich befasst sich mit der Funktion „Führung“ und deren speziellen Aufgaben im Rahmen eines Systems, welche gemeinsam mit den Managementebenen eine starke und agile Einheit bilden müssen.

 
Mehr: Systemisches Denken wird in diesem Modell als „Denken in Ebenen“ und „Denken in Systemen“ verstanden, wobei Ebenen hier im Sinne von 4 Hauptebenen zu verstehen ist (physisch, sozial, emotional/mental und geistig). Über dieses Konzept hinweg werden systemische Leitsätze und Kernprinzipien hergeleitet. Diese können als Leitfaden für jedwedes Denken, Handeln und Fühlen herangezogen werden – sei es das gesellschaftliche Zusammenleben betreffend, für Entwicklungsstadien-/-prozesse/-stufen oder zur Erkennung von Problemen und zur Lösungsfindung.
Wir bieten ein zweitägiges Basisseminar an, in welchem das Konzept in Verbindung mit praktischen Anwendungsfällen vorgestellt wird. Vertiefend wird von uns ein Lehrgang angeboten, der die Theorie  und die praktische Anwendung über die Module hinweg vertieft.

Organisationsaufstellung

Spezialform der Aufstellungsarbeit, umgelegt auf den beruflichen Kontext und bezogen auf entstandene Beziehungsverflechtungen, Systemvermischungen oder belastende historisch bedingte Verletzungen von systemischen Prinzipien (Übergaben, unberechtigte Bevorzugungen, etc). Auch dabei werden systemische Zusammenhänge (entweder am Systembrett oder gegebenenfalls mit realen Darstellern) erkennbar gemacht um in weiterer Folge Lösungswege gehen zu können. Anerkennen, verstehen und verändern lautet die Devise.
Der berufliche Kontext soll nicht darüber hinweg täuschen, dass auch hier private (Aufstellungs)themen hineinwirken können (siehe auch "Aufstellungsarbeit" / "Projektion" / "Übertragung").

Ökologie

Im systemischen Coaching ist die Ökologie bzw. der "Ökocheck" ein zentrales Instrument in der Zielformulierung. Ökologie ist die Wissenschaft von den Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt. Ziele die nur auf den Coachee selbst bezogen sind, beherbegen oft systemische Verletzungen und haben somit unumgängliche negative Auswirkungen. Im Ökocheck wird die Auswirkung der Veränderung(en) auf die Systeme in denen der Coachee zugehörig ist, beleuchtet. Gibt es Widerstände, kann man sich im Coaching Prozess noch so sehr bemühen, man wird nicht zu einem erbaulichen Ergebnis kommen.

Die Ökologie des Coachings ist also sowohl für den Coach als auch für den Coachee und für dessen Systeme eine wichtige und nicht zu unterschätzende Einflussgröße.

Potenzial

Ein vollständiges „Set“ einer Grundausstattungen mit Eigenschaften, Handlungsmöglichkeiten, Denkweiseoptionen, und vielem mehr, welches jedem Menschen von Geburt an innewohnt. All diese Eigenschaften liegen vor und sind unterschiedlich genutzt und ausgeprägt, es liegt ihnen jedenfalls allen die noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeit der Entwicklung zugrunde. Das Selbstbild (siehe dazu unten) eines Menschen hängt eng mit seiner Potenzialausschöpfung zusammen.
Mehr: Um ein Bild zu bedienen könnte man sagen es handelt sich um einen in jedem Menschen befindlichen Satz an Edelsteinen, manche von ihnen sind bereits bearbeitet und geschliffen, andere sind es etwas weniger und manche warten möglicherweise überhaupt erst darauf, geschliffen zu werden um in neuem Licht zu erstrahlen. Es geht dabei darum, diese Potenziale zu erkennen und zu bearbeiten. Das kann soweit gehen, dass beispielsweise Glaubenssätze (=Selbstbild) vorhandene Potenziale im Laufe der Zeit abschwächen oder gar völlig in den Hintergrund drängen. Das Gute daran ist: Man kann diese verborgenen oder verdrängten Potenziale wieder stärken. Der erste Weg dorthin ist das Erkennen und das Annehmen derselben. Auch in diesem Punkt ist ein entscheidender Faktor das Bewusst-SEIN und das Bewusst-WERDEN dessen, was bereits vorliegt. Coaching hilft dabei, einen neuen Blick auf seine (manchmal selbst nicht erkannten) Potenziale zu bekommen bzw. sie so erst zu entdecken, es gibt in einem zweiten Schritt zahlreiche Methoden, diese zu stärken und sie wieder besser abrufen zu können. In letzter Konsequenz soll sich das Potenzial über den Weg des Handelns in einer Leistung manifestieren. [siehe in dem Zusammenhang auch: Wikipediaartikel zu „Leistung und Leistungspotenzial“ https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungspotenzial_(Psychologie)]

Projektion

Dabei werden eigene Wünsche oder Eigenschaften auf das Gegenüber „übertragen“ bzw. in diesem gesehen und lösen wiederum Reaktionen in einem selbst aus. So kann es sein, dass man an der Person Dinge abstoßend findet und diese entsprechend behandelt, in Wahrheit aber nur deswegen, weil man selbst immer den Wünsch hatte, genau so zu sein / zu handeln etc. Es kann auch sein, dass man auf eine Eigenschaft des Gegenübers reagiert ohne zu sehen, dass man diese Eigenschaft auch selber hat. Meist folgt daraus eine Abwehrreaktion, welche scheinbar die Lösung dessen ist, sich mit seiner eigenen Eigenschaft nicht befassen zu müssen bzw. diese überhaupt wahrzunehmen.
Der Begriff der „Projektion“ ist eng verbunden mit der „Übertragung“, darf aber damit nicht verwechselt werden.

Repräsentations Systeme / Rep.- Systeme

So nennt man auch die Sinne, mit deren Hilfe wir die Welt um uns herum wahrnehmen: VISUELLES-, AUDITIVES- UND KINÄSTHETISCHES REP. SYSTEM. Dabei sind nicht alle gleich intensiv in Verwendung.

Ein Kinästhet ist beispielsweise jemand, der sehr stark auf Gefühle im weitesten Sinne anspricht. Im Gegensatz dazu sind auditive Typen eher solche, die auf Geräusche sehr gut ansprechen und visuelle Menschen können mit Reizen für das Auge sehr viel anfangen bzw. sich auch Bilder/Dinge gut „vor ihrem Auge“ vorstellen.
MEHR: Die verwendete Sprache ist einerseits Hinweis auf das jeweilige Repräsentationssystem der sprechenden Person, andererseits kann man bei entsprechender Verwendung der eigenen Worte besser oder schlechter vom Gegenüber „empfangen“ (im Sinne von gehört/verstanden) werden.
Innerhalb der Gruppe der Kinästheten kann man noch unterscheiden, ob olfaktorische Reize (Gerüche) oder ob gustatorische Reize (Geschmäcker) eher im Vordergrund stehen.
In der Regel ist es bei den meisten Menschen jedenfalls so, dass es sich um Mischformen der oben beschriebenen Typen handelt, vielleicht mit leichten Tendenzen hin zu Schwerpunkten.

Resilienz

Die Fähigkeit eines Menschen, in besonders herausfordernden Situationen, psychische Stärke im Sinne von positiver Widerstandsfähigkeit abzurufen. Gemeint ist mit Widerstandsfähigkeit beispielsweise nicht ein „Gegen Veränderungen arbeiten“ und sich erfolgreich dagegen zu wehren, sondern das „Sich nicht aus der Bahn Werfen-Lassen“. Bildlich gesehen, geht es um eine Feder, welche trotz zwischenzeitlicher ungewohnter Druck-Zug und-Drehimpulse immer wieder in ihre Ausgangsform zurückgeht und keine unwiderruflich „zerstörten“ Stellen aufweist. Das gleiche gilt übrigens für die Resilienz von Systemen - nämlich ihre Fähigkeit, negative Einflüsse von innen und/oder außen auszugleichen bzw. zu ertragen/damit umzugehen. Als resilientes Agieren ist jeweils flexibles Handeln ohne Schaden zu nehmen zu bezeichnen, und zwar insbesondere in herausfordernden Situationen.

Selbstbild

Ein Selbstbild ist nicht mehr als ein Glaubenssatz (mehr: Selbstbild, Carol Dweck, Piper-Verlag). Es gibt Menschen, die tendieren eher zur Annahme eines statischen Selbstbildes und es gibt solche, die ein dynamisches Selbstbild „leben“. Dem ersten Selbstbild wohnt eine gewisse „Starrheit“ und „Limitierung“ inne, das zweite ist befreiend, kann sich entwickeln und wachsen. Geht jemand davon aus, dass „dies und das so vorgegeben, festgelegt und unverrückbar ist“ so handelt es sich dabei bloß um einen Glaubenssatz.

SELSBT hoch4

Ein starkes „Selbst“ unterstützt bzw. ermöglicht häufig erst eine lösungs- und zielorientierte Gestaltung des eigenen Lebens. Viele Menschen wünschen sich daher ein „größeres Selbstbewusstsein“ und inkludieren in diesen Begriff bereits „Selbst-Vertrauen“, „Selbst-Wert“  und „Selbst-Sicherheit“.

Selbstbewusstsein

Sich selbst als Teil etwas Größerem (Familie, Freundeskreis, etc.), als sich daraus zu entwickelnde Identität mit Rechten und Pflichten wahrnehmen; sich der eigenen Werte, Schwächen und Stärken bewusst werden; sich Vorlieben, Abneigungen, Energiequellen oder Energieräuber bewusst machen; etc.

Selbstreflexion

In erster Linie geht es dabei aus unserer Sicht darum, dass der Einzelne sein „Sein“ in allen Facetten kritisch betrachtet und nach allen seinen (eingeschränkten im Sinne von subjektiven) Möglichkeiten hinterfragt. Im Mittelpunkt der „Überprüfungen“ stehen dabei vor allem alle Arten seiner „Aktionen“ bzw. der „Reaktionen“, das heißt vor allem Handlungsweisen, Aussagen, Denkweisen, Leistungserbringungen, Emotionen und Dergleichen. In einem weiteren Schritt geht es bei der Selbstreflexion auch um die Kunst des Perspektivenwechsels und in weiterer Folge um das Verarbeiten der generierten Erkenntnisse. Es handelt sich also um einen Prozess, welcher letztendlich in der Weiterentwicklung mündet. Das Wissen und die Analyse um die eigenen Stärken bzw.  Schwächen lässt dort, wo Verhaltensänderungen gefragt sind, solche überhaupt erst zu.
Negativ gesehen darf die grundsätzlich positive Selbstreflexion nicht derart Überhand nehmen, dass sich Individuen nur mehr ausschließlich mit ihren Schwächen und mit Dingen befassen, welche nicht gut verlaufen sind. Solche Verhaltensweisen bergen Risiken in sich.
Sehr eng verwandt ist die Selbsterkenntnis. Voraussetzung dafür ist das Selbstbewusstsein.

Selbstsicherheit

Ist mir mein Wert als „Wesen Mensch“ mit meinen Möglichkeiten und Grenzen, Rechten und Pflichten klar geworden, traue ich meinem Charakter und meinen Fähigkeiten und erlebe ich ganz bewusst meine Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, so ernte ich „innere Sicherheit“, die mir auch bei großen Herausforderungen Halt gibt.

Selbstvertrauen

Aufbauend auf das eigene Selbst-Bewusstsein können wir trotz Schwächen Vertrauen in unsere Fähigkeiten entwickeln. Ebenso können sich passende Rollenbilder anhand von bewusster Reflexion der eigenen Wünsche, Verantwortungen und Möglichkeiten erkennen und formen lassen, denen wir „trauen“ können.

Selbstwert

Die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst, mit den eigenen Stärken und Fähigkeiten sowie mit den Handlungsmöglichkeiten in den verschiedenen Lebensrollen sowie mit den natürlichen oder kontextbezogenen Grenzen lernen wir unseren Wert als Mensch, als Teil der Gesellschaft, als Partner, als Mutter, etc. kennen.

SMART - Ein Modell für Ziele

Bekannte, aus systemischer Sicht oberflächliche Methode, ein Ziel zu definieren. Aus dem Englischen stammende Abkürzung, welche sich aus den Anfangsbuchstaben für specific, messurable, attainable, realistic und timely meassurable zusammensetzt.

Ziele werden demnach bewertet, ob sie spezifisch-messbar-attraktiv-realistisch und terminiert sind. Eine Ausrichtung danach vereint den aktuellen Ansporn mit der zukünftigen Zielüberprüfungsmöglichkeit.  Bei diesem Modell fehlt jedoch die positive Formulierung von Zielen und der Faktor Ökologie.

Stress

Stress ist modern und der Begriff ist allgegenwärtig. Es gibt kaum ein anderes Wort, dass so missbräuchlich verwendet wird, wie dieses.
Stress ist primär eine Reaktion des Körpers, die abhängig ist vom persönlichen Empfinden und der Bewertung einer Situation, in der sich jemand befindet. Es geht um das Zusammenspiel von Anforderungen und Fähigkeiten, wobei beiden Größen ein subjektiver Wahrnehmungs – bzw. Beurteilungsfaktor innewohnt. Auch das Empfinden des Zusammenspiels ist subjektiv.

Was bei einem Menschen bereits eine Stressrektion auslöst, lässt einen Anderen erst zur Höchstform auflaufen und sogar eine Art Komfortzone darstellen.  Man muss unterschieden zwischen viel zu leistender Arbeit und Stress.
Beispiel: Man muss zu einem wichtigen Meeting im 5. Stock, man ist bereits 8 Minuten zu spät, der Abteilungsleiter, Bereichsleiter und der Vorstand warten auf die wichtige Präsentation. Der Lift ist kaputt.
Die zu leistende Arbeit, in den fünften Stock zu laufen, aktiviert die Leistungslieferanten im Körper, das ist noch kein Stress. Fünf Stockwerke hinaufgelaufen, in den Meetingraum gehüpft mit einem charmanten Spruch oder einem kleinem Witz – das ist kein Stress.

„Oh verdammt, ich bin zu spät die warten auf mich das ist ein schlechter Start ich werde gekündigt, ich hab keine Chance, das Projekt ist schon vor dem Start gescheitert“ – die Stressreaktion im Körper macht sich breit. Die Hormonkaskade nimmt ihren Weg.
Der Unterschied ist die Bewertung der Situation und daraus entstehende Gefühl die Kontrolle über die Situation zu behalten oder zu verlieren.

Stress kann man demnach auch haben, ohne eine große Menge an Arbeit zu leisten, was es dazu braucht ist ein subjektiv empfundener Kontrollverlust.

System

Anzahl von in Wechselwirkung stehender Elemente die zusammen ein Ganzes bilden. Ursprünglich ging es in der Zeit der Industrialisierung speziell um die Wechselwirkung von Bauelementen in Maschinen, bildlich gesehen verschiedenste Zahnräder, die ineinander greifen. Viel komplexer wird es in Gesellschaftssystemen jeglicher Art, da dort zusätzlich menschliche Beziehungen zu berücksichtigen sind. Bereits bloß mechanische Teile in einem System stehen definitionsgemäß derart in BEZIEHUNG zueinander, dass jede Änderung eines Teils Auswirkungen im Gesamtsystem hervorruft. Umso mehr, wenn in sozialen Systemen zu diesen Beziehungen als Zusammenhänge auch noch Beziehungen aus dem zwischenmenschlichen Bereich hineinspielen. Jedes System ist zusätzlich wiederum als Subsystem eines größeren Systems anzusehen.
MEHR: Unterteilt wird in der Literatur weiters nach der Komplexität von Systemen (Detailkomplexität und dynamische Komplexität) und nach einschichtigen und mehrschichtigen bzw. monofunktionellen und multifunktionellen Systemen. Bei der Komplexität geht es einfach erklärt um die Planbarkeit und die generellen Auswirkungen von Handlungen innerhalb des Systems (zeitverzögert, welche Richtung etc). Bei der letztgenannten Dimension geht es darum, ob ein Ziel im Fokus steht, oder ob es unter Umständen mehrere gleichzeitig sind. Daraus ergeben sich wiederum mehrere Funktions- und Organisationsebenen innerhalb solcher Systeme. [siehe auch: Spuren der Zukunft, Kambiz Poostchi, S.75ff.]

Systemisches Coaching

Ein systemisch arbeitender Coach bezieht das Zusammenwirken von Einflüssen aus den jeweiligen Systemen, zu denen ein Coachee dazu gehört bzw. Mitglied ist. Eine Bewertung des Coachees durch den Coach ist, im Sinne von richtig oder falsch, nicht zulässig. Die Frage, die sich aber immer wieder stellen wird: „Ist ES (zbsp. Verhalten) passend oder nicht?“ Die Antwort ist im Coachee geborgen, der Coach hilft diese Antwort zu finden.
Systemisches Coaching verwendet als eine Basis systemische Leitprinzipien und untersucht die Erfüllung oder deren Verletzung: ZUGEHÖRIGKEIT – wird es beispielsweise einer Person verwehrt, sich als Teil einer Familie oder Abteilung zu fühlen / ACHTSAMKEIT – wird einer Person oder ganzen Abteilungen trotz Kompetenzen die Beitragserbringung zur Innovationleistung verwehrt / ORDNUNG – werden neuere Mitglieder den länger dienenden vorgezogen – das sind drei Beispiele für verletzte Systemprinzipien.
Ein Werkzeug ist es, Fragen zu stellen, die ganz bestimmten Kriterien entsprechen müssen. Regel: „Die Aufteilung der Redezeit zwischen Coach & Coachee beträgt 1 zu 9!“  Wenn dieses Verhältnis sich über längere Zeit einer Arbeitseinheit verändert, passt etwas nicht. In der Regel sind  5-6 Termine im passenden Zeitabstand  ausreichend.
Systemisches Coaching bezieht auch immer die Ökologie mit ein. Das bedeutet, dass die Wirkung auf das jeweilige Umfeld in Betracht gezogen wird. Wenn sich eine Person als Ziel gesetzt hat sich  selbstständig zu machen, werden die möglichen Auswirkungen auf alle betroffenen Systeme betrachtet. Das ergibt entweder extra Energie für das Vorhaben oder ein dahinter liegendes, eigentliches Coaching Thema.
Systemzusammenhänge erkennen, sie aufzeigen und dem Coachee damit eine neue Perspektive zu eröffnen, das ist einer der Beiträge des systemischen Coachings.

Eine systemische Grundhaltung als Voraussetzung braucht ein Coach um sich für andere Menschen und deren Systeme in den Dienst zu stellen, und zwar ohne sich beim Blick dorthin von der eigenen Biographie „ablenken“ zu lassen.

Systemische Frage(n)

Die Fragestellungen von Systemischen Coaches zielen primär auf die Zielerreichung unter Zuhilfenahme der Ressourcen des Coachees und folglich dessen Auswirkung auf die "Umwelt" des Coachees ab (siehe auch unter "Ökocheck").
"An welchem Verhalten bemerkt X, dass du dein selbstgestecktes Ziel in diesem Kontext erreicht hast bzw. aktuell bereits dabei bist, es zu verfolgen um es im nächsten Schritt bereits final zu erreichen?"

Systemische Fragen weisen bestimmte "Qualitäts-"merkmale auf:
- offene Fragen
- zukunfts- und zielorientiert
- fokussieren auf das Innen (das innere Erleben)
- sind niemals suggestiv
- beziehen sich auf die logischen Ebenen
- ....

Systembrett

Eine visuelle Methode, die immer wieder zu sehr raschen und guten Ergebnissen führt, ist das Arbeiten auf einem auf dem Tisch stehenden „Spielfeld“, auf dem Figuren bzw. Gegenstände platziert werden können - das Systembrett.
MEHR: Darstellbar sind dabei sowohl Ist-Zustände als auch Dynamiken, es lassen sich neben familiären Themen auch Teamsituationen bzw. unternehmerische Organigramme und einhergehende Themen bestens darstellen.Oft ist es faszinierend zu beobachten, dass beim Arbeiten mit dem Systembrett unvorhersehbare Erkenntnisse auftauchen und Dinge sehr rasch aus „einem anderen Blickwinkel“ am Brett gesehen werden. Die unter „Systemisches Coaching“ angesprochenen Systemzusammenhänge sind dabei einerseits für den Coachee sehr schön erkennbar, die Systembrettmethode hilft andererseits dem Coach ein gutes Verständnis der Situation zu bekommen.

Systemische Lehren

Es gibt viele verschiedene Systemtheorien, welche in ständiger Weiterentwicklung sind. In der jüngeren Geschichte entwickelte Kambiz Poostchi  in seinem 2013 erschienen Buch „Der Sinn für das Ganze“ das „Open System Model“ und damit ein  systemisches Leitwerk.
MEHR: Die Pioniere (z.B. Ludwig von Bertalanffy, Humberto R. Manturana, Francisco Varela, Salvador Minucchin, Virginia Satir, Steve de Shazer, Milton Erickson, Dr. Kurt Ludewig, Bert Hellinge) kommen aus den verschiedensten Bereichen von der Gehirnforschung über die  Familientherapie oder Architektur bis zur Lebens-und Sozialberatung. Sie alle unterscheiden sich in ihrer konkreten Ausgestaltung und der Herangehensweise. Generell gesprochen, sind systemische Denkweisen jedoch immer solche, die versuchen, nichts in Systemen auszublenden, was vorhanden ist und im Gegensatz dazu auch nichts einzublenden, was dort nicht gegeben ist. Die Art der Blickwinkel und die Definition von Objektivität stehen dabei genauso im Zentrum, wie das Erkennen von unterschiedlichen Systemen und ihr Wechselspiel von Abgeschlossenheit und Offenheit bzw. der „diffuse Bereich dazwischen“. Ein Ansatz könnte auch sein, dass es sich im sozialen Kontext  jeweils nur um faktisch nicht klar trennbare „Subsysteme“ handeln kann, weil diese immer jeweils Teil eines größeren Systems sind und so fort. Schon allein aus dieser Überlegung können sich im Einklang damit Perspektiven verschieben und neue Denkwelten öffnen. Literaturempfehlung:

Systemisches Leitprinzip - Achtsamkeit

Kraftquelle - Achtsamkeit
Das Prinzip der Achtsamkeit bedeutet, mutig und offen Veränderungssignale wie z.B. Absatzrückgänge, Fluktuation oder Konflikte anzuerkennen und entsprechend zu reagieren. Das Überleben eines offenen, sozialen Systems hängt von seiner Lernfähigkeitund von der Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln, ab.
Verdrängte oder tabuisierte Probleme kehren in der Regel rasch zurück – in weit größerem Ausmaß, als zuvor. Dazu zählt auch die Achtsamkeit gegenüber der Umwelt im weitesten Sinn und schlussendlich gegenüber allen Menschen, mit denen man in seinem Wirken in Kontakt tritt - seien es Mitarbeiter, Partner und viele mehr.

Schlagwörter:
> Nichtleugnung – Anerkennen was ist
> Entwicklung / Lernen
> Kommunikation
> Innovation
> Information

Systemisches Leitprinzip - Ordnung

Kraftquelle - Ordnung
Ordnung ist notwendig, um als soziales System handlungs- und entscheidungsfähig zu
bleiben. Da Unternehmen einen Zweck erfüllen, müssen Funktionen wahrgenommen
und Regeln eingehalten werden. Die wichtigste Funktion in einem sozialen System ist
„Führung“, die wichtigste Regel lautet „Führung muss führen!“. Im Sinne einer Dienstleistung
– für das Unternehmen - und im Interesse der Organisation. Zudem gilt, es Leistungen
sowie die Dauer der Zugehörigkeit im Unternehmen ausreichend zu würdigen.
Einige Leitsätze:
> Ausgerichtetheit, Verbundenheit und Offenheit zum "übergeordneten System"
> Gerechtigkeit im Sinne der Priorität des Gemeinwohls
> Keine Funktion ohne Bedarf
> Führung muss führen
> Vorrang Früher vor Später

Systemisches Leitprinzip - Zugehörigkeit

Kraftquelle - Zugehörigkeit
Menschen, die sich zugehörig fühlen, entwickeln Sinngefühl, Motivation und Identifikation.
Sie gehen für ihr Unternehmen durchs Feuer. Zugehörigkeit setzt jedoch voraus,
dass ich mich zugehörig fühlen kann. Klarheit ist gefragt: Wofür steht das Unternehmen
oder das Team? Welchem Zweck dient es? Welche Werte und Regeln gelten?
Werden Anerkennung und Wertschätzung gegenüber allen Mitgliedern im Unternehmen gelebt.

Leitsätze / Schlagwörter:
> Gleichwertige Zugehörigkeit aller Mitglieder zum Ganzen
> Ungeteilte Zugehörigkeit
> Zugehörigkeit kann nicht ohne sein Pedant der Verbindlichkeit funktionieren....
> Identitätskonflikte
> Bewusste Loyalität


Systemsog

Dieser stellt speziell für Coaches, aber auch generell im täglichen Leben, eine häufig auftauchende „Falle“ dar. Gemeint ist damit die natürliche Tendenz von Menschen, sich in das System (im Sinne von Weltanschauung, Wahrheit) des Gegenübers „hineinziehen“ zu lassen, anstatt den Außenblick zu bewahren, während dieses Gegenüber erzählt/bewertet/festlegt. Jedes System hat seine eigenen Gesetze und nicht immer geht es darum, die Einzelheiten des Systems des Coachees zu verstehen, sondern vielmehr darum, die Fähigkeit zu haben, den Perspektivenwechsel beim Coachee anzuregen (siehe auch unter „Systemisches Coaching“). Um das zu erreichen ist es unter anderem wichtig, sich mit dem Coachee nicht zu sozialisieren noch ist es hilfreich, sein persönliches System in das neue System zwischen Coach und Coachee einfließen zu lassen. Auch das kann als Systemsogbezeichnet werden. Siehe in diesen Kontext auch "Projektion" bzw. "Übertragnung".

Übertragung

Das Übertragen von Gefühlen, Erwartungen, Wünschen, Befürchtungen u.Ä. aus früheren Beziehungen zu Personen (meist enges Umfeld Eltern/Geschwister) auf aktuelle Beziehungen. Hervorgerufen kann das unterbewusst durch ein ähnliches Aussehen, ähnliche Sprechweise/Stimme und vieles mehr werden. Ein Merkmal von Übertragungsreaktionen ist die Unangemessenheit: Eine Reaktion, das Gefühl oder ein bestimmtes Verhalten scheinen in dieser Situation überschießend, nicht angemessen oder sonst unpassend. Es hat oft genau diese Verschiebung in der Zeit und Situation stattgefunden: Eine gegenwärtige Person bzw. Situation wird mit Erfahrungen aus der Vergangenheit "verwechselt".
Der Begriff der „Übertagung“ ist eng verbunden mit dem Begriff „Projektion“, darf damit aber nicht vermischt oder gleichgesetzt werden.

Werte

Es sind dauerhafte Motivatoren und Antriebsquellen in Bezug auf das tägliche Arbeiten bzw. das tägliche „Tun“. Werte bringen ihre Echtheit dadurch zutage, dass sie durch Handlungen zum Ausdruck kommen und in einer Rückkoppelung im handelnden Akteur ein positives Gefühl auslösen. Sie sind auch insofern sehr gute Richtungsweiser, als sie über die Gefühlsebene schnell abrufbar sind. Werte sind nämlich im Unterbewusstsein abgespeichert und erfordern daher keine langen Denkprozesse.  Sie werden in vielen Unternehmen hingegen nicht gelebt und bleiben oftmals leere, theoretische Worthülsen. Bei der Zielverfolgung kommen meist mehrere Werte zum Tragen. Werte können nur durch deren Umsetzung weiter gegeben werden. Eltern und Chefs transportieren Werte durch das Vorleben. Bewusst werden diese durch das beispielhafte Benennen: „Die Umsetzung von Sicherheit können unsere Mitarbeiter dadurch erleben, dass ich immer noch mal eine Runde durch die Halle mache, bevor ich den Betrieb verlasse.“   

Oft wird zur Definition von Werten die Frage gestellt: "Was ist dir wirklich wirklich wichtig." Eine gute Idee, jedoch kommt man hierbei nicht wirklich immer zu Werten, weil Ressourcen als Antworten hineinschlittern.
Zum einen kommt man nur in einem trancigen Zustand (auf der Gefühlsebene) zu den Werten, und zum anderen sind Metaphern hilfreich, um die Werte heraus zu arbeiten - zBsp.: Gipfelmetapher.


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